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Sprachförderung - Unterschiede

Lautsprachunterstützende Gebärden zur Sprachförderung bei Kindern

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Sprachförderung mittels Lautsprachunterstützenden Gebärden in Kindergärten mit hohem Anteil von Kindern mit Migrationshintergrund

Mittwoch 9. Oktober 2013

Liebe Nora-und-Ben Blogleserin,
lieber Nora-und-Ben Blogleser,

"Immer mehr Migrantenkinder brauchen Sprachförderung" tituliert Spiegel Online einen Artikel über die neuen Zahlen von Bund und Ländern zu den Sprachkenntnissen der Schüler mit Migrationshintergrund.

Für Kinder mit Migrationshintergrund ist Deutsch i.d.R. die Zweitsprache.
Maria Böhmer, Integrationsbeauftragte der Bundesregierung: "Das Eintreten für Deutsch bedeutet keine Absage an die Muttersprache. Aber wer das Deutsch nicht beherrscht, bleibt Zaungast. Jedes Kind sollte mit Eintritt in die Schule so gut deutsch sprechen, dass es dem Unterricht folgen kann."

Tatsache ist jedoch, dass in einigen Bundesländern fast jedes zweite Kind gezielte Sprachförderung benötigt.
Kinder, die zu Hause kein Deutsch sprechen, werden zu ein Drittel in Kindertageseinrichtungen betreut in denen mehr als 50% der Kinder ebenfalls nicht Deutsch als Muttersprache sprechen.

Der Anteil der Schüler mit Migrationshintergrund steigt kontinuierlich. In den Grundschulen liegt der Anteil inzwischen bundesweit bei 50%. Über alle Schulen gesehen liegt der Anteil bei 30%.

Leider neigen viele dazu mit Kindern, deren Muttersprache nicht deutsch ist, in "verkappter" Sprache zu sprechen. Z.B. sagen sie: "Alle Schuhe anziehen!" statt "Bitte zieht alle mal die Schuhe an. Ahmed, ziehe bitte auch deine Schuhe an. Ich habe meine ja auch schon angezogen".
Bei dieser "verkappten" Sprache werden die Deutschkenntnisse nicht in dem Maß gefördert wie es wünschenswert ist.

Gerade Kinder mit Migrationshintergrund brauchen eine "Sprachdusche" / ein "Sprachbad". "Kinder lernen intuitiv und induktiv am besten, wenn ihnen die Vielfalt der Sprache angeboten wird." sagt Rosemarie Tracy, Linguistin an der Universität Mannheim.

Nach dem Erlernen einer angemessenen Ausdrucksmöglichkeit ist häufig auch der Rückgang von Verhaltensauffälligkeiten zu beobachten. Der Grund dafür ist, dass die Ursache für die Entwicklung einer Verhaltensauffälligkeit häufig die Frustration darüber ist, seine Bedürfnisse und Wünsche nicht mitteilen zu können.

Gerade in Kindergärten mit vielen Kindern deren Muttersprache nicht deutsch ist, sehe ich Bücher mit Lautsprachunterstützenden Gebärden als wichtiges Hilfsmittel zur Sprachförderung.

Quellen:
http://www.spiegel.de/politik/deutschland/boehmer-warnt-vor-deutsch-defizit-bei-migranten-kindern-a-899400.html

http://www.welt.de/politik/deutschland/article116137248/Warum-Migrantenkinder-kein-Deutsch-mehr-lernen.html

Ich wünsche Ihnen eine gute Zeit mit vielen neuen bereichernden Erkenntnissen.

Michaela Wulf-Schäfer