Sprachförderung mit Nora Gebärden mit Ben

Gebärden mit Ben Sprachförderung mit Nora

Sprachförderung - Unterschiede

Lautsprachunterstützende Gebärden zur Sprachförderung bei Kindern

Blog

Inklusion in Kindertageseinrichtungen

Samstag 26. Oktober 2013

Liebe Nora-und-Ben Blogleserin,
lieber Nora-und-Ben Blogleser,

Über die Integrationsbestrebungen hinaus sollen bei inklusiven Konzepten alle Kinder in einem "Kita-Alltag für alle" mit einbezogen werden.

D.h. alle Kinder bekommen die individuelle Unterstützung die sie benötigen. Die Kindertageseinrichtung passt sich an die Bedürfnisse eines jeden Kindes an.

Körperliche oder geistige Behinderung, sozioökonomische Benachteiligung (Armut) und Migrationshintergrund (sprachliche und kulturelle Barrieren) sind oft Kräfte und Barrieren die einer vollen Partizipation entgegen wirken. 

Bei inklusiven Konzepten geht es um die bewusste Auseinandersetzung mit Unterschieden und Gemeinsamkeiten und gleichzeitig um eine deutliche Positionierung gegen Vorurteile, Diskriminierung und Einseitigkeit.

Bereits kleine Kinder nehmen Unterschiede wahr. Sie beginnen sehr früh aus den bewertenden Botschaften über andere Menschen und Gruppen, die sie ihrer Umwelt entnehmen, ihre eigensinnigen Schlüsse zu ziehen.  Sie entwickeln so etwas wie "Vor-Vorurteil". Diese gehen ein in ihre Bilder von sich selbst und von ihrer Familie und auch in ihre Vorstellungen über andere Menschen.

Inklusion ist für alle Kinder eine Chance die Vielfalt in ihre Biografie zu integrieren. Bei inklusiven Konzepten in Kindergärten und Kindertageseinrichtungen lernen alle Kinder mit Verschiedenheiten zu leben und diese wertschätzend und als bereichernd anzuerkennen. Sie entwickeln ganz natürlich soziale Kompetenzen. Sie finden im Miteinander auch die eigenen Interessen heraus und sie lernen sich zu behaupten und trotzdem solidarisch zu handeln.

Der Inklusionsspezialist Tony Booth hat mit seinen Kollegen vom "Centre for studies in Inclusive Education" (CSIE) einen "Index für Inklusion" ausgearbeitet.

Der Index umfasst drei Dimensionen:
A Inklusive Kulturen entfalten
B Inklusive Leitlinien entfalten
C Inklusive Praxis entwickeln
z.B. heißt in der "Dimension C Inklusive Praxis - Spiel und Gestalten" der Indikator 1: "Bei der Planung der Aktivitäten wird an alle Kinder gedacht."

Hier sehe ich das Lautsprachunterstützende Gebärden als hervorragendes Angebot an alle Kinder. Beim Lautsprachunterstützenden Gebärden können alle Kinder mitmachen und zudem wird die Sprachentwicklung und die Verständigung untereinander gefördert.

Quellen:
http://www.koerber-stiftung.de/fileadmin/user_upload/gesellschaft/usable/preistraeger/2004/Kinderwelten_Inklusion_in_der_Kita.pdf

http://www.gew.de/Binaries/Binary81704/broschuere_Inklusion_Kita.pdf

http://www.gew-bw.de/Binaries/Binary19323/11-05-06_Jo_Jerg-_Inklusion_in_Kitas_und_Sozialraum.pdf

Ich wünsche Ihnen eine gute Zeit mit vielen neuen bereichernden Erkenntnissen.

Michaela Wulf-Schäfer