Sprachförderung mit Nora Gebärden mit Ben

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Sprachförderung - Unterschiede

Lautsprachunterstützende Gebärden zur Sprachförderung bei Kindern

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Gebärden sagen mehr als Worte

Mittwoch 29. April 2015

Liebe Nora-und-Ben Blogleserin,
lieber Nora-und-Ben Blogleser,

Beide nachfolgenden Artikel berichten über die Untersuchungen eines Wahrnehmungspsychologen vom französischen Nationalen Zentrum für wissenschaftliche Forschung in Paris.

Der Wahrnehmungspsychologe ist der Überzeugung, dass in mancher Hinsicht die Logik der gesprochenen Sprache eine vereinfachte Version der Logik der Gebärdensprache ist.

Er begründet das damit, dass Gebärdensprachen oft bildhaft sind. Mit Bewegungen wird das Bezeichnete dargestellt. (Z.B. wird in der deutschen Gebärdensprache die Katze mit derForm ihrer Schnurrhaare beschrieben, in der tansanischen mit der ihrer Ohren)

Gesprochene Sprache drückt die Differenz zwischen Handlungen mit einem Abschluss (z.B. „entscheiden“) und Handlungen ohne einen Abschluss (z.B. „denken“) nicht aus, Gebärdensprachen tun es – und zwar alle untersuchten Gebärdensprachen.

Dies geht vermutlich auf eine Gemeinsamkeit in der Arbeitsweise des Gehirns zurück, weshalb der Wissenschaftler vermutet, dass Gebärdensprachen eine universelle Grammatik haben.

Interessant ist, dass bei Versuchen Nichtgebärdensprachler die Bedeutung von Gebärden mit hoher Treffsicherheit deuten konnten. D.h. Nichtgebärdensprachler haben ein Gefühl für die Gebärden.

Ich finde dies erklärt gut warum sprachbegleitendes Gebärden die Sprachentwicklung fördert.

http://www.deutschlandfunk.de/gebaerdensprache-keine-willkuerlichen-gebaerden.676.de.html?dram:article_id=318423

http://diepresse.com/home/science/4719453/Gebaerden-sagen-sehr-viel-mehr-als-Worte

Ich wünsche Ihnen eine gute Zeit mit vielen neuen bereichernden Erkenntnissen.

Michaela Wulf-Schäfer